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Newsletter September 2010 |
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Geschrieben von: P. Boskamp
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TUESDAY, 24 AUGUST 2010 12:51 |
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Es gibt nur eine Gesundheit
Im letzten Monat erhielt ich eine Broschüre, welche von einem Initiativkreis mehrerer Gesellschaftsgruppen erstellt wurde. Zu dieser Gruppe gehören z.B. auch die Royal Society of Veterenary Medicine und der Animal Health Service, LTO Niederlande und andere. In der Broschüre mit dem Untertitel "gesunde Tiere, gesunde Menschen" geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika. So langsam beginnt vermehrt die öffentliche Unterstützung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika.
Gerne möchte ich einen Teil des Inhaltes hier wiedergeben.
"Vorsicht vor Antibiotika Antibakterielle Wirkstoffe (Antibiotika) haben seit ihrer Entdeckung durch Alexander Fleming im Jahr 1928 einen enormen Beitrag für die Gesundheit von Mensch und Tier geleistet. Ihre Entwicklung wird als eine der größten medizinischen Erfindungen angesehen. Seit Jahren werden Antibiotika erfolgreich eingesetzt, um Infektionen zu bekämpfen und ihr Einsatz trägt massgeblich zum Wohlbefinden von Menschen und Tieren bei. Jedoch hat dieser positive Aspekt des Einsatzes von Antibiotika auch eine Kehrseite, nämlich die Entwicklung von Resistenzen (Unempfindlichkeiten) von Bakterien. Diese Antibiotika-Resistenz kann zu ernsthaften Problemen bei den Human-und Tierarzneimitteln führen. Resistenzentwicklungen von Bakterien entstehen weitgehend unwissend, durch sorglosen und unnötigen Einsatz von Antibiotika und wird durch viele Faktoren beeinflusst. So spielen die Globalisierung, zunehmende Reisetätigkeit und unverantwortliches Handeln von Menschen in der Tierhaltung eine grosse Rolle bei der Entstehung von Resistenzen.
Aktive Zusammenarbeit
Neben dem Humanbereich ist es sehr wichtig, dass jeder Tierhalter sich seiner sozialen Verantwortung bewusst wird und seinen Beitrag dazu leistet, um dieser zunehmenden Resitenzbildung entgegen zu treten. Dies erfordert ein konzertiertes Bewusstsein, die aktive Zusammenarbeit und ein gemeinsames Vorgehen. Alle Beteiligten in der Tierhaltung müssen ihre Verantwortung übernehmen und einen konstruktiven Beitrag zur Lösung des Problems liefern. Alle Beteiligten ... ohne Ausnahme. Prof. Dr. Roel Coutinho, Director des Center for Infectious Disease Control RIVM sagt: "Jeder, der Antibiotika in der Tierhaltung einsetzt, muss erkennen, dass Bakterien resistent gegen alle Antibiotika werden. Und das hat erhebliche Folgen für die menschliche Gesundheit, da Antibiotika für die menschliche und tierische Medizin unerlässlich sind."
Ein anderer Blick auf den Antibiotika-Einsatz
Die Vorteile eines Antibiotikaeinsatzes scheinen oft so gross, dass in machen Fällen einfach die Nachteile vergessen werden und notwendige Diagnosen nicht gestellt werden. Antibiotika werden auch manchmal verwendet, um Lücken in der Tierhaltung zu kompensieren, oder weil sie "gängige Praxis" oder "Standard-Behandlung" geworden sind. Darüber hinaus werden Antibiotika oft leider zu niedrig dosiert oder zu kurz eingesetzt. Eine solche Anwendung von Antibiotika ist unnötig, unklug und verantwortungslos und sollte so schnell wie möglich beseitigt werden, um die Entwicklung von Resistenzen zu begrenzen.
Alle Menschen zählen, alle Tiere zählen
Der niederländische Landwirtschaftsminister fordert eine starke Einschränkung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung. Er fordert eine Halbierung bis zum Jahr 2013. Diese Reduzierung kann nur dann erfolgreich verwirklicht werden, wenn jeder mit dem Einsatz von Antibiotika bei Tieren umsichtig vorgeht, und jeder diese Ziele billigt und unterstützt.
Fazit Antibiotika werden seit ihrer Erfindung durch Alexander Fleming erfolgreich eingesetzt, um Infektionen bei Mensch und Tier zu bekämpfen. So wird die Gesundheit und das Wohlergehen von Mensch und Tier gefördert. Um auch sicherzustellen, dass es in Zukunft sichere und wirksame Arzneimitteln gibt ist es sehr wichtig, allen beteiligten Parteien bewusst zu machen, dass ein bewusster und sorgsamer Gebrauch von Antibiotika für den gesunden Menschen und das gesunde Tier von Bedeutung ist. Es gibt nur eine Gesundheit.”
Wir können das Gesagte auf unseren geliebten Sport anwenden oder meinen, dass dies ja vor allem Geflügel und Schweine angeht.
Ich denke, wir sollten das nicht tun. Auch Tauben werden mit Antibiotika behandelt, wie Hunde und Katzen.
Antibiotika-Resistenzen sehen wir auch im Taubensport. Als Tauben-Tierarzt stelle ich fest, dass die Einsicht bei den Taubenzüchtern gegen den ungezügelten Antibiotika-Einsatz wächst.
Mehr und mehr Züchter verlangen eine gründliche Untersuchung, bevor Antibiotika verschrieben werden. Aber ich sehe immer mehr Züchter, die sich für eine natürliche Methode entscheiden, die den Einsatz von Antibiotika weiter verringern möchten. Eine positive Entwicklung aus der obenstehenden Perspektive.
Alles in allem können wir sagen, dass die meisten Züchter sich ihrer Verantwortung bewusst sind.
Aber es gibt eine kleine Gruppe von Züchtern, die glauben weiterhin, dass das Geheimnis des Erfolgs in Töpfen voll Antibiotika liegt. Die einen begeben sich bei Tierärzten in Behandlung und andere freuen sich über “leere Dosen” mit Allheilmitteln von Kollegen, die vermeintlich gut spielen.
Was diese Züchter übersehen oder nicht sehen wollen ist, dass die Lösung für das Problem der Kollegen nicht die Lösung des eigenen Problems sein muss. Wenn die Tauben von geringerer Qualität sind, die Qualität des Futters und die Versorgung oder das Schlagklima nicht stimmt, kann das "Wunder" nicht funktionieren. Ob nun dieses Allheilmittel vom Tierarzt oder von anderswo kommt, das macht nichts aus.
Wichtig ist die Tatsache, dass ohne korrekte Diagnose der wahren Ursache (Schlagklima, Versorgung) kein Antibiotika-Einsatz erfolgen soll. Sonst spielt man den Antibiotika-Resitenzen, wie o.g. Broschüren-Text sagt, in die Hand.
Antibiotika-Resistenzen spielen auch eine Rolle im Taubensport.
Selbst trifft man selten oder nie auf Bakterien, welche nach einer gründlichen bakteriologischen Untersuchung und Feststellung des Bakterienstammes, resistent gegen die meisten Antibiotika, die im Taubensport verwendet werden sind. Der Grund ist ebenso einfach wie ärgerlich. Wir haben die Tauben während der Reise im Korb zusammen mit Tauben von einem Liebhaber, der manchmal "etwas versucht." Frustrierend für Züchter und den behandelnden Tierarzt. Tatsächlich sind die Tauben oft nur mit großem Aufwand gesund und wieder in Gang zu bekommen.
Lassen wir uns alle glücklich schätzen, dass es Antibiotika gibt. In der Tat sind sie bei vielen Krankheiten sehr nützlich. Aber zeigen wir allen, dass es auch einen alternativen Ansatz gibt, bevor wir wieder bei jeglichen Zipperleinchen zu den "Töpfen" greifen.
So tragen wir zu einem verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika bei.
Viel Erfolg
Peter Boskamp |
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Geschrieben von: P. Boskamp
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TUESDAY, 20 JULY 2010 13:48 |
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Gemeinsam stärker Im Laufe der Zeit bekomme ich regelmäßig weitere Anfragen mit der Bitte, Themen in meinen newslettern aufzugreifen. Adenocoli, Herpes, Streptokokken, Ornithose u.s.w.. Das mache ich dann auch regelmässig. Aber in diesem Newsletter möchte ich noch einmal auf die Notwendigkeit eingehen, in die Gesundheit der Tauben Vögel zu investieren, anstatt zu warten, bis die Vögel krank werden und dann mit einem Medikament zu versuchen den Schaden zu reparieren. Ich werde auch regelmäßig gefragt ob ich auch garantieren kann, dass die Tauben nicht krank werden wenn man dem natürlichen Ansatz folgt. Ich sage dann aus ganzem Herzen, dass ich das nicht kann. Das wäre zu schön um wahr zu sein. Man hält mir oft entgegen, dass ich doch auch Medikamente verschreibe. Ich neige dann dazu, mich hinter dem Ohr zu kratzen und zu sagen, dass Köln und Aachen auch nicht an einem Tag erbaut wurden und dass die Ergebnisse dieses alternativen Ansatzes etwas auf sich warten lassen. Man darf nicht glauben, dass der natürliche Ansatz sofort Wirkung zeigen kann.
Es ist ein recht langer Weg bevor man von einem anderen Ansatz profitieren kann. Und wie ich bereits sagte gibt es keine Garantie, dass die Tauben nicht krank werden. Es entspricht jedoch unseren Erfahrungen, dass Tauben welche nicht für jede Kleinigkeit Medikamente bekommen und gut vorbeugend versorgt werden viel eher mit Krankheiten fertig werden. Aber nicht nur das. Sie unterliegen nicht so schnell der Gefahr, an typischen Krankheiten wie z.B. der Ornithiose bei Jungtauben zu leiden.
Darüber hinaus bekommt man eine zusätzliche Chance besser zu selektieren.
Im Prinzip müsste ich diesen Newsletter gar nicht mehr schreiben. Denn es ist doch wohl klar, die Tauben so optimal wie möglich zu pflegen. Zum Glück tun die meisten Züchter dies auch. Darum bringt dieser Newsletter kaum zusätzlichen Nutzen. Aber es gibt doch noch eine grosse Gruppe die weiterhin an die Wunder der Medizintöpfe glauben will. Schnell werden Probleme übertüncht. Taubensport ist heute Spitzensport. Und alle Züchter, die nicht optimal versorgen, sind auch eine Gefahr für die anderen.
Es Es ist eine Weile her als ich schrieb, dass es möglich ist, Tauben mit einem guten natürlichen Ansatz ohne Medikamente zu reisen. Die Tauben innerhalb unserer Studie haben von der Geburt an bis zu den Wettflügen keine Medikamente bekommen. Sie waren frei von Würmern, Kokzidien, Hexamiten, Trichomonaden und Atemwegsinfektionen. Auch auf den ersten Flügen war alles in Ordnung. Aber zu einem gewissen Zeitpunkt, passierte das Unvermeidliche. Einer unserer Züchter aus unserer Untersuchungsgruppe musste bei einem „Hühnerzüchter“ einsetzen. Dies war jemand, der sich nicht um die Gesundheitsvorsorge kümmerte. Innerhalb einer Woche hatten eine Reihe von Tauben dicke gelbe Beläge und eine Infektion der Atemwege. Ergebnis: der Liebhaber, der für seine Tauben alles getan hatte musste behandeln. Nun, der natürliche Ansatz bildete eine gute Grundvoraussetzung und die Probleme waren sehr schnell behoben.
Im Prinzip ist festzustellen, dass Taubensport Topsport geworden ist und eine Gesundheitsüberprüfung notwendig ist, um nicht immer blind zu behandeln.
All diese blinden präventiven Behandlungen bewirken, dass die natürliche Gesundheitsbalance, die wir alle wollen, untergraben wird. Also, während einer Taubensaison ist es in unserer Klinik ein Kommen und Gehen von Züchtern. Ein Teil ist für die routinemäßige Kontrolle da und es muss normalerweise nicht viel getan werden. Ein anderer Teil kommt zum ersten Mal und ich stelle fest, dass noch gegen viele vernünftige Regeln verstossen wird.
Also trotz aller Informationen hören wir immer noch, dass es gut sein soll, alle zwei bis drei Wochen für einen oder zwei Tage etwas gegen Trichomonaden ins Trinkwasser zu geben. Ich sehe dann sehr überraschte Züchter wenn sie sehen, dass ihre Tauben trotzdem mit Trichomonaden infiziert sind. Natürlich ist dann das verwendete Mittel schuld. Dies weil diese Züchter nicht akzeptieren wollen, dass es bereits eine ansteigende Resistenz gegen verwendete Wirkstoffe gibt. Jetzt ist es in den letzten Wochen sehr warm gewesen und die Tauben trinken mehr. Im allgemeinen kann man sagen, dass Trinkwasserkuren gegen Trichomonaden, vor allem bei kurzzeitigen Gaben, absolut keine Garantie mehr sind, dass alle Infektionen verschwunden sind.
Eine ausreichend lange Anwendung und eine Dosierung, die hoch genug ist kann dies verhindern. Anwendungen über das Futter oder mit Tabletten oder Kapseln werden bevorzugt. Ich kann nicht genug wiederholen, dass wir alle gemeinsam die Verantwortung für die Resistenzen von Trichimonaden gegen Trichomonadenmittel tragen. Allmählich stellen wir fest, dass die üblichen Behandlungen nicht mehr genug helfen. Leider gibt es keine Alternativen. Also sollten betroffene Züchter mit geeigneten Mitteln behandeln und mit dem sorglosen Umgang mit Trichomionadenmitteln aufhören. Wir leben nicht mehr im Jahre 1975.
Ich rede über weitere Sünden. So höre ich immer wieder von Kuren mit einer halben Dosierung mit Baytril, Baycox, Ronidazol. Deshalb weil Tauben bei vollständiger Dosierung an Form verlieren sollen. Dies ist grundsätzlich zum jammern. Ihr Arzt kann dann nur versuchen in einer ruhigen Art und Weise deutlich zu machen, dass dies so falsch ist wie es falscher nicht sein kann. Die Antworten der Züchter machen deutlich, dass sie im Hinblick auf den Einfluss auf das Immunsystem unwissend sind. Einige sind sicherlich bereit, diese ungesunde Angewohnheit aufzugeben. Aber wir sehen eine Reihe von Züchtern die einfach nicken und denken: "Ja, rede Du mal. Ich mache es seit Jahren so und das ist gut so”. Diese Liebhaber sind nicht überzeugt. Oft schreien die am lautesten wenn die Untersuchungen zeigen, dass bei ihren Tauben die Bakterien gegen viele Antibiotika resistent sind.
Das Traurige dabei ist, dass die Tauben von anderen Züchter mit diesen Tauben in Berührung kommen.
Tatsächlich sind die Chancen, dass diese Bakterien die eigenen Tauben befallen gross. So werden unbeabsichtigt unerwünschte, resistente Bakterien im Laufe der Zeit übernommen. Ohne es zu wollen, verderben diese Züchter den Spaß am eigenen Hobby.
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Geschrieben von: P. Boskamp
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TUESDAY, 20 JULY 2010 13:51 |
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Der Ansatz Wir können ein Jahr in zwei Teile aufteilen. Auf der einen Seite, dies ist der längere Zeitraum, in dem die Tauben nicht in Kontakt mit fremden Tauben sind und den Zeitraum, in dem die Tauben in den Körben sind und in Kontakt mit anderen Tauben kommen. Aus unserer bisherigen Forschung wissen wir, dass eine geeignete vorbeugende Betreuung durch die optimale Unterstützung mit guten Futterergänzungsprodukten wirklich dazu beitragen kann, dass Tauben kaum unter Kinderkrankheiten und anderen Erkrankungen leiden welche sonst mit Arzneimitteln behandelt werden mussten. Wir können uns so medikamentenfrei halten, wenn wir wollen.
Jeder kann selbst ein Massnahmenpaket schnüren, um übermässigen Medikamenteneinsatz zu verhindern. Man kann direkt nach der Reisesaison damit beginnen. Dafür müssen Sie einen Tierarzt in Ihrer Nähe besuchen. Dieser untersucht die Tauben auf die häufigsten Erkrankungen und empfielt gegebenenfalls eine Behandlung und die Basis ist gelegt. Es scheint eine offene Tür, und in gewissem Sinne ist sie es auch. Durch die Unterstützung in der ruhigen Zeit und in der Mauserzeit verhindern wir das Einschleppen von Krankheiten und können oft ohne Medikamenteneinsatz bis zum Beginn der Zuchtsaison auskommen.
In den letzten Jahren haben wir uns in unserer Klinik eine Basis geschaffen, um den Tauben Werkzeuge an die Hand zu geben den meisten Erkrankungen standzuhalten. Ich betone, nicht zu heilen. Zur Bekämpfung von Krankheiten bedarf es oft Medikamente. Aber es kann helfen, dass diese Krankheiten keine wirklichen Krankheiten werden. Der Hauptgrund für mich diesen Newsletter in dieser Form zu schreiben, waren die vielen Anfragen nach einem Zeitplan für den natürlichen Ansatz. Das ist schön und gut, aber wichtiger als ein Zeitplan für die Verwendung von Produkten für diesen Ansatz ist das Verständnis, warum diese eingesetzt werden können und müssen. Die Erkenntnis, dass eine natürliche Methode ein Werkzeug dafür ist, die Krankheiten bei den eigenen Tauben zu verhindern, um Beschwerden, die wiederum mit Medikamenten in unserer Klinik bekämpft werden müssen zu verhindern. Es geht also um die Prävention. Zu viel und zu oft gehen diese beiden Pfade durcheinander. Und das führt zu Frustration und Enttäuschung. Obwohl es doch einfach logisch ist.
Eine offene Tür.
Gesundheistvorsorge dient der Krankheitsvermeidung bei unseren Tauben. Es ist jedoch keine Garantie dafür, dass die Tauben nicht krank werden. Aber mit einem regelmäßigen Gesundheits-Check kann sichergestellt werden, dass die Reisetauben mehr Energie in das Erreichen ihrer Topform investieren können und dass bei Jungtauben ein besseres Aufwachsen gewährleistet wird.
Das Basis-System, mit dem wir jetzt mehrere Jahre Erfahrungen gesammelt haben, ist der rote Faden zu unserem Thema Gesundheitswesen: Das Bony-SGR. Nach einer Gewöhnungsphase von 10 Tagen sollte es zwei Mal pro Woche zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sollte die Kombination von BMT, Bony-nucleovit und Basiskern 1-2 mal pro Woche über das Futter verabreicht werden. Alles wird mit einer Dosis Bony M-Mineralien abgebunden. Wenn wir darüber hinaus noch gutes Futter anbieten hat die Erfahrung gezeigt, dass die meisten Tauben genug Instrumente besitzen, um ihre gesundheitliche Grundversorgung zu erhalten. Jeder Züchter kann entsprechend seinen Vorstellungen sein persönliches Konzept drum herum bauen.
Wichtig dabei ist, dass man den Finger am Puls der Zeit hält und durch Untersuchungen sicherstellt, dass alles optimal verläuft.
Während der Zuchtzeit sollte das genannte durch Zuchtöl ergänzt werden. Nach dem Absetzen der Jungtauben bekommen diese zur Stressbewältigung 10 Tage hintereinander Bony-SGR und dann genanntes Schema. Es ist unsere Erfahrung, dass die Jungen so “Pico Bello” aufwachsen. Alles in allem ist ein natürlichen Ansatz mit einem vorgegebenen Schema nicht so kompliziert. Dies ist nur ein Beispiel dafür wie es gehen kann.
Ich bekomme regelmäßig Nachfragen, wie unser Basissystem aussieht. Daher diese Auflistung. Aber es gibt selbstverständlich auch Alternativen. Ich bin froh, dass auch von anderer Seite erkannt wird, dass eine gewisse natürliche Herangehensweise nützlich sein kann. Es ist nur zu gewährleisten, dass die Tauben genügend Unterstützung für ihr eigenes Immunsystem bekommen, den Jungtauben das Werkzeug gegeben wird, um bestmöglich ihren Körper voll entwickelt zu können und das Risiko der Übertragung von Krankheiten vermieden wird. |
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Newsletter Juli 2010 Teil 2 |
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Geschrieben von: P. Boskamp
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WEDNESDAY, 23 JUNE 2010 08:07 |
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Circovirus
Dieses Virus steht seit etwa 2000 im Focus. Es ist ein Virus, welches das Immunsystem der Taube beeinflusst. In welchem Umfang dies geschieht hängt zum Teil vom Zeitpunkt der Infektion ab. Es ist festzustellen, dass die Auswirkungen umso schlimmer sind, je jünger die Tauben sind. Das Immunsystem ist dann noch nicht entwickelt. Wenn Tauben sich sehr früh im Leben infizieren ist die Sterberate höher als wenn sie sich später im Leben infizieren. Die Jungtauben werden schlecht aufwachsen wenn Sie Ihre Lebensenergie für die Abwehr von Schädlingen aufwenden müssen, anstatt diese für ihre Entwicklung zu verwenden.
Kommt der Angriff des Virus später, so hat das Immunsystem sich entwickelt und die Folgen sind begrenzt. Aber es ist nicht schwierig sich vorzustellen, dass die Abwehrkräfte ihre Fähigkeit verlieren, um auch andere Krankheiten abzuwehren. Diese Erkrankungen können sich dann eher manifestieren und der Taubenorganismus kann sich nicht auf sein Wachstum konzentrieren. Die Impfungen gegen Circovirus-Infektionen werden daher viel effektiver sein, da die Tauben aufwachsen können wie gewohnt. Sollten Tauben mit dem Circovirus infiziert sein, so kann eine Paramyxo-Impfung auch ihre Wirkung nicht gut entfalten. Diese Tauben bauen dann einen unvollständigen Widerstand auf und können in der Folge erkranken.
Es ist auch für die Tauben wichtig, nicht zu spät gegen Paramyxo und andere virale Infektionen geimpft zu werden, insbesondere auch im Hinblick auf das Risiko einer früheren Infektion mit dem Circovirus. Sobald ein Impfstoff gegen dieses Virus auf dem Markt ist, könnte es sehr gut sein, dass wir sehr viel einfacher mit anderen Krankheiten umgehen können. Wir packen das Übel dann an der Wurzel an.
Die Praxis Jetzt Mitte des Jahres ist ein Flickenteppich von Krankheitssyptomen in der Praxis zu sehen. Während am Anfang der Saison vor allem Erkrankungen der Luftwege zu sehen waren, sehen wir nun die Auswirkungen verschiedener viraler Infektionen, welche sich die Tauben während ihres Aufenthalts in den Körben mitgebracht haben. Natürlich gibt es genug Schläge, wo wir es mit milden Luftwegeinfektionen zu tun haben, welche einfach zu beheben sind. Jedoch gerade in diesem Monat erscheint es mir so zu sein, dass es mehr schwer zu bekämpfende Infektionen gibt. Eine Zunahme des viralen Infektionsdrucks kann hier in der Tat eine Ursache sein. |
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