| Newsletter August Teil 1 |
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| Geschrieben von: P. Boskamp |
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Gemeinsam stärker Es ist ein recht langer Weg bevor man von einem anderen Ansatz profitieren kann. Und wie ich bereits sagte gibt es keine Garantie, dass die Tauben nicht krank werden. Es entspricht jedoch unseren Erfahrungen, dass Tauben welche nicht für jede Kleinigkeit Medikamente bekommen und gut vorbeugend versorgt werden viel eher mit Krankheiten fertig werden. Aber nicht nur das. Sie unterliegen nicht so schnell der Gefahr, an typischen Krankheiten wie z.B. der Ornithiose bei Jungtauben zu leiden. Darüber hinaus bekommt man eine zusätzliche Chance besser zu selektieren. Im Prinzip müsste ich diesen Newsletter gar nicht mehr schreiben. Es Es ist eine Weile her als ich schrieb, dass es möglich ist, Tauben mit einem guten natürlichen Ansatz ohne Medikamente zu reisen. Die Tauben innerhalb unserer Studie haben von der Geburt an bis zu den Wettflügen keine Medikamente bekommen. Sie waren frei von Würmern, Kokzidien, Hexamiten, Trichomonaden und Atemwegsinfektionen. Auch auf den ersten Flügen war alles in Ordnung. Aber zu einem gewissen Zeitpunkt, passierte das Unvermeidliche. Einer unserer Züchter aus unserer Untersuchungsgruppe musste bei einem „Hühnerzüchter“ einsetzen. Dies war jemand, der sich nicht um die Gesundheitsvorsorge kümmerte. Innerhalb einer Woche hatten eine Reihe von Tauben dicke gelbe Beläge und eine Infektion der Atemwege. Ergebnis: der Liebhaber, der für seine Tauben alles getan hatte musste behandeln. Nun, der natürliche Ansatz bildete eine gute Grundvoraussetzung und die Probleme waren sehr schnell behoben. Im Prinzip ist festzustellen, dass Taubensport Topsport geworden ist und eine Gesundheitsüberprüfung notwendig ist, um nicht immer blind zu behandeln. Also trotz aller Informationen hören wir immer noch, dass es gut sein soll, alle zwei bis drei Wochen für einen oder zwei Tage etwas gegen Trichomonaden ins Trinkwasser zu geben. Ich sehe dann sehr überraschte Züchter wenn sie sehen, dass ihre Tauben trotzdem mit Trichomonaden infiziert sind. Natürlich ist dann das verwendete Mittel schuld. Dies weil diese Züchter nicht akzeptieren wollen, dass es bereits eine ansteigende Resistenz gegen verwendete Wirkstoffe gibt. Eine ausreichend lange Anwendung und eine Dosierung, die hoch genug ist kann dies verhindern. Anwendungen über das Futter oder mit Tabletten oder Kapseln werden bevorzugt. Ich rede über weitere Sünden. So höre ich immer wieder von Kuren mit einer halben Dosierung mit Baytril, Baycox, Ronidazol. Deshalb weil Tauben bei vollständiger Dosierung an Form verlieren sollen. Dies ist grundsätzlich zum jammern. Ihr Arzt kann dann nur versuchen in einer ruhigen Art und Weise deutlich zu machen, dass dies so falsch ist wie es falscher nicht sein kann. Die Antworten der Züchter machen deutlich, dass sie im Hinblick auf den Einfluss auf das Immunsystem unwissend sind. Einige sind sicherlich bereit, diese ungesunde Angewohnheit aufzugeben. Aber wir sehen eine Reihe von Züchtern die einfach nicken und denken: "Ja, rede Du mal. Ich mache es seit Jahren so und das ist gut so”. Diese Liebhaber sind nicht überzeugt. Oft schreien die am lautesten wenn die Untersuchungen zeigen, dass bei ihren Tauben die Bakterien gegen viele Antibiotika resistent sind. Das Traurige dabei ist, dass die Tauben von anderen Züchter mit diesen Tauben in Berührung kommen. Tatsächlich sind die Chancen, dass diese Bakterien die eigenen Tauben befallen gross. So werden unbeabsichtigt unerwünschte, resistente Bakterien im Laufe der Zeit übernommen. Ohne es zu wollen, verderben diese Züchter den Spaß am eigenen Hobby.Ich könnte auch noch mehr von diesen Geschichten erzählen, aber ich will nicht schwarz malen. Ich möchte nur sagen, dass wir gemeinsam die Verantwortung für einen weisen Umgang mit der Anwendung von Antibiotika in unser Hobby tragen. Und wir müssen verhindern, dass andere mit den Fingern auf unseren Sport zeigen, weil es Züchter gibt, die bereit sind uns zu ruinieren. Wörtlich und bildlich. Ziel des natürlichen Ansatz ist es, auf eine natürliche Weise so gesund wie möglich zu halten. Darum geht es eigentlich in diesem Newsletter. Und dazu gibt es Möglichkeiten. Wir müssen erkennen, dass wir im Laufe der Jahre einen sehr sorglosen Umgang mit Pillen und Pulvern gegen alles entwickelt haben. Eine nehmen und der Rest kommt von selber. Das war so die Vorgehensweise. Und so gibt es mehrere Übel, die durch Medikamentengaben überdeckt werden. Beginnen Sie einen Schritt früher und sorgen Sie dafür, dass die Eltern auf ihre Gesundheit überwacht werden. Ich sehe nicht wenig Züchter dessen Tauben Kokzidien, Würmer, Atemwegsinfektionen und Trichimonaden u.s.w. haben. Wie sollen die Jungen gut aufwachsen, wenn sie von Geburt an mit einem Rucksack voll Elend aufwachsen müssen. Tauben wachsen sehr schnell und der Weg hin in ein Taubenleben geht so rapide, dass wir alles in dieser Zeit tun müssen, dass sie gut aufwachsen. Genau dann wird die Basis für das ganze Leben gelegt. Natürlich kann es Umstände geben die einem Strich durch die Rechnung machen können. Sollte man das Pech haben eine Circovirus-Infektion auf den Schlag zu bekommen hat man ein ernstes Problem. Ich sehe viele Züchter mit ihren Jungtauben leiden deren Krankheiten eine Folge ihres mangelhaften Immunsystems sind. Teilweise als Folge der oben genannte Circovirus-Infektion, aber teilweise auch durch eine Gesundheitsvorsorge, die vor 20 Jahren noch zum Erfolg führen konnte aber in der heutigen Zeit des Top-Sportes völlig unzureichend zu sein scheint. Diese Züchter sehen verstehen jedoch nicht. Sie sehen nicht, dass ihr Ansatz zur medizinischen Versorgung unzureichend ist. Sie fahren fort, sich zu sehr auf die Wunder in den “Pöttchen” zu verlassen. Auf der einen Seite hat der Top-Sport bei den Tauben dafür gesorgt, dass die Gesundheitsvorsorge notwendig geworden ist und auf der anderen Seite hat die Zunahme der viralen Infektionen daür gesorgt, dass noch mehr Wert darauf gelegt werden muss. Und das bedeutet auch, ein gesundes Immunsystems bei heranwachsenden Tauben. Die Medikamentengabe sollte ausschließlich für eine unvermeidliche Notwendigkeit reserviert sein, für solche Fälle, in denen ein Tsunamie an Infektionsdruck eine Abwehr der Krankheit auf natürlichem Wege unmöglich macht.
(wird fortgesetzt) Ihr Peter Boskamp |















