| Newsletter August Teil 2 |
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| Geschrieben von: P. Boskamp |
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Der Ansatz Jeder kann selbst ein Massnahmenpaket schnüren, um übermässigen Medikamenteneinsatz zu verhindern. Man kann direkt nach der Reisesaison damit beginnen. Dafür müssen Sie einen Tierarzt in Ihrer Nähe besuchen. Dieser untersucht die Tauben auf die häufigsten Erkrankungen und empfielt gegebenenfalls eine Behandlung und die Basis ist gelegt. In den letzten Jahren haben wir uns in unserer Klinik eine Basis geschaffen, um den Tauben Werkzeuge an die Hand zu geben den meisten Erkrankungen standzuhalten. Ich betone, nicht zu heilen. Zur Bekämpfung von Krankheiten bedarf es oft Medikamente. Aber es kann helfen, dass diese Krankheiten keine wirklichen Krankheiten werden. Eine offene Tür. Gesundheistvorsorge dient der Krankheitsvermeidung bei unseren Tauben. Es ist jedoch keine Garantie dafür, dass die Tauben nicht krank werden. Aber mit einem regelmäßigen Gesundheits-Check kann sichergestellt werden, dass die Reisetauben mehr Energie in das Erreichen ihrer Topform investieren können und dass bei Jungtauben ein besseres Aufwachsen gewährleistet wird. Das Basis-System, mit dem wir jetzt mehrere Jahre Erfahrungen gesammelt haben, ist der rote Faden zu unserem Thema Gesundheitswesen: Das Bony-SGR. Nach einer Gewöhnungsphase von 10 Tagen sollte es zwei Mal pro Woche zur Verfügung gestellt werden. Wichtig dabei ist, dass man den Finger am Puls der Zeit hält und durch Untersuchungen sicherstellt, dass alles optimal verläuft. Während der Zuchtzeit sollte das genannte durch Zuchtöl ergänzt werden. Nach dem Absetzen der Jungtauben bekommen diese zur Stressbewältigung 10 Tage hintereinander Bony-SGR und dann genanntes Schema. Es ist unsere Erfahrung, dass die Jungen so “Pico Bello” aufwachsen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig um die Risiken einer Krankheitsübertragung zu wissen. Es kann sehr gut sein, dass man Jungtauben von einem anderen (bekannten) Liebhaber bekommt und sobald diese auf dem Schlag sind bekommen diese oder die eigenen Jungtauben Probleme. Dieses Jahr hatte ich einige Züchter die neu gestartet sind. Sie hatten Jungtauben von mehreren Schlägen. In solchen Fällen ist es oft eine Kunst, diese Tiere gesund zu halten. Der Rucksack von Schlagkrankheiten, die jede dieser Tauben mitbringt führt zu einem Krankheitsgemisch. Das Ergebnis ist ein Potpourri von Infektionen mit einem erhöhten Infektionsdruck, welche die Abwehrkräfte schwächen. Bekommt man neue Jungtauben sollte man diese zunächst isolieren. Falls erforderlich, sollte dies für mindestens 14 Tage sein. Das ist ganz nett in der Theorie, aber ich weiß, in der Praxis gelingt dies oft nicht. Es gibt jedoch noch eine Möglichkeit um festzustellen, ob diese "Neulinge" auf dem eigenen Schlag bestehen können. Im Prinzip bekommen diese Jungtauben dann das Basispaket. Unser BMT enthält auch Probiotika zur Unterstützung des Darms. Die Rohfaser verbessert ebenfalls die Darmfunktion. Basiskern enthält Oregano, Knoblauch, Leber-unterstützende und Widerstand-verbessernde Kräuter und Algen mit Spurenelementen und Mineralstoffen. Das nuceovit ist reich an Omega-3-Öl und Nukleotiden. Kurz gesagt, wir helfen dem Körper möglichst optimal zu funktionieren. Zuerst sorgen wir mit diesem Ansatz dafür, dass die Belastung für die Neuankömmlinge gemindert wird und der Infektionsdruck sinkt, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass die Tauben erkranken können ebenfalls vermindert wird. Zweitens geben wir diesen Neuankömmlingen ausgestattet mit genügend Instrumentarium eine Chance, um auf unserem Schlag zurecht zu kommen. Was wir versuchen ist zu vermeiden, dass Infektionen die Oberhand gewinnen. Das ist genau das, was auch bei den ersten Wettflügen passiert. Alle Infektionen der verschiedenen Schläge sind in den Körben zusammen. Die Tauben nehmen diese mit nach Hause, wo sie zuschlagen können. Anschließend sind sie selbst Opfer eines Seuchenausbruchs oder andere Tauben werden beeinträchtigt. Es gibt keinen Garantieschein, aber werden die Jungtauben mit einem guten Immunsystem zu Beginn der Saison ausgestattet ist das Verlustrisiko deutlich geringer. Wie ich am Anfang dieses Newsletters sagte: Es dauert eine Weile, bis dieser Basis-Widerstand hoch genug ist. Man sollte beachten, dass es bei diesem System zwei Wochen dauert bis alle Jungtauben in der Lage sind, mit den hektischen Trainingswochen fertig zu werden. Wie ich bereits zu Beginn schrieb können wir die Saison in zwei Perioden aufteilen. Die Zeit ohne Kontakt mit fremden Tauben und die Reisezeit. Durch die heutige Praxis können wir feststellen, dass es durch ein gründliches Auswahlverfahren möglich ist, einen starken und gesunden Taubenstamm zu schaffen. Aber es ist nahezu unmöglich diesen durch den Infektionsdruck ohne Schaden durch die Reisesaison zu bekommen. Der Infektionsdruck ist während der ersten Wochen der Reisesaison durch das Zusammentreffen der einzelnen Schlaginfektionen sehr hoch. Darüber hinaus gibt es Stress mit ebenfalls Auswirkungen auf die Abwehrkräfte. Kurzum alles Faktoren, die das Risiko der Übertragung von Krankheiten fördern. Besonders wenn man das Pech hat mit Tauben von Züchtern zusammenzutreffen, die die Gesundheitsvorsorge vernachlässigen. In der Praxis sieht man daher eine Zunahme der latent auftretenden Infektionen und ein Nachlassen der Leistung bei den Züchtern, die den Finger nicht am Puls haben. Durch vorbeugende Kontrollen können wir dies einschränken und eine medizinische Intervention sollte sein, um Schlimmeres zu verhüten. Viel Erfolg Ihr Peter Boskamp |















