Newsletters 2012

Nieuwsbrief Mei 2012

Der Herpesvirus (Teil 2)

Der Herpesvirus in der Praxis.

Im letzten Newsletter kamen die wissenschaftliche Erkenntnisse des Herpesviruses an der Reihe. Aber welche Folgen hat dieser Virus in der täglichen Praxis?

Wie wir gesehen haben sind viele Tauben latent infiziert mit dem Herpesvirus ohne dass sie davon krank werden oder Symptome zeigen. Wir haben auch gesehen dass vor allem die jüngere Tauben im Alter zwischen 2 und 10 Wochen beschwerden von diesem Virus haben können. Sogar so sehr dass sie daran sterben können. Die Symptome konzentrieren sich oft auf die Luftwege und oft ist die Rede von anzeichen von Coryza.

Bevor es so weit kommen kann muss die Abwehr dieser Tauben verringern. Etwa in die Zeit des Absetzens ist dies der Fall, aber auch bei überbesatz auf den Schlägen und während des Transports unter weniger guten Umstände wie hoge Temperatur und Feuchtigkeit.

Wenn die Krankheit aufkommt ist wenig zu machen am Virus selber. Bei Virusinfektionen im Allgemeinen ist zu sagen dass Antibiotica nicht wirksam sind. Trotzdem fragen viele Taubenzüchter bei Virusinfektionen nach Antibiotica.

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Newsletter Taube April 2012

In den vorigen Newsletters haben wir einen Anfang gemacht mit den Beschreibungen der Viren die momentan im Taubensport eine wichtige Rolle spielen. Weil es in der Praxis bestimmte Wahrnemungen und Erfahrungen gibt die weitere Untersuchungen erfordern habe ich bei der Beschreibung vom Pockenvirus zuerst eine Übersicht der wissentlschafltichen Daten gegeben wie die im Moment gelten um danach in eine Fortsetzung hauptsächlich die praktischen Aspekte und Folgen einer Infektion mit diesem Virus zu besprechen.

Mit dem Herpesvirus möchte ich in den folgenden Newsletters auch so weiter machen. Dem Herpesvirus habe ich vor einigen Jahren auch schon besprochen. Aber die Fragen über dieser Virus bleiben, wie damals, hereinkommen, somit will ich das eine oder andere nochmal aufmerksamkeit schenken. In dieser Newsletter kommen vor allem die bis jetzt bekannte wissenschaftliche Daten zur Sprache um danach im nächsten Newsletter die praktische Aspekte und Folgen zu besprechen.


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Newsletter Taube März 2012

Newsletter Taube März 2012

Pocken Teil 2

Im vorigen Newsletter war die Wissenschaftliche Seite einer Pockeninfektion an der Reihe. In dieser Newsletter möchte ich mich richten auf ein Paar praktische Aspekte dieser Infektion.

Praktische Randbemerkungen.

In letzten Jahren sehen wir immer wieder mehr Pockenausbrüche. Früher gab es plötzlich ein Jahr wo die Pocken ausbrachen wodurch alle in Panik ihre Tauben impften. Hierdurch lag praktisch eine Impf-Decke über die Tauben wodurch im darauf folgenden Jahr fast keine Pocken mehr ausbrachen. Weil die Tauben dann keine Pocken mehr hatten wurde wieder weniger geimpft. So manch einer rief dann dass Pocken nicht mehr bestünden. Nach ein Paar Jahren war die allgemeine Immunität der Tauben wieder so niedrig dass es wieder einene Massenausbruch gab und die ganze Geschichte sich wiederholte.

In die letzten Jahren jedoch sehen wir die Pocken nicht wie üblich nur im Spätsommer und Frühherbst, sondern manchmal schon von April bis Oktober. Persönlich habe ich den ersten Fall im letzten Jahr schon im März und der letzte Fall ende November gesehen.

Allmählich können wir also kaum noch reden von einer Jahreszeitlich bedingte Krankheit. Nicht dass die Pockenausbrüche der letzten Jahren dramatische Formen nahmen, der Mehrteil war klinisch gar nicht so schlimm, aber gerade der schleppende Verlauf der jetzt an Pockeninfektionen verbunden zu sein scheint, macht tatkräftiges und vorbeugendes handeln mehr als erwünscht. Denn die Pocken brechen immer zu ungelegener Zeit aus.

Wenn Pocken ausbrechen können wir zwei Sachen machen.


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Newsletter Taube Februar 2012

Newsletter Februar 2012

Im vorigen Newsletter habe ich besprochen dass diverse Krankheitserreger unsere Tauben angreifen. Viren sind in diesem Zusammenhang im wahrsten Sinne beunruhigend, weil meistens wenig heilendes dagegen zu tun ist. Im Falle einer Virusinfektion können wir nur die sekundaire bakterielle Infektionen bekämpfen, um so das Leid der Tauben zu lindern. Vorbeugend können wir gegen diese Angreifer nur handeln mittels Impfung. Aber das ist nur möglich wenn eine Impfung erhältlich ist. In bestimmte fälle gibt es sogar (noch) keine Imfpstoffe. Denken Sie zum Beispiel an dem Circovirus. Hiergegen ist bis jetzt noch keinen Impfstof entwickelt mit allen denklichen Folgen. Ich möchte in den kommenden Newsletter die bei den Tauben meist vorkommenden Viren besprechen.

In diesen Newsletter möchte ich aufmerksamkeit geben an dem Pockenvirus. Im ersten Teil dieses Newsletters möchte ich mit Namen die wissentschaftliche Seite des Virusses erläutern.


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Newsbrief Taube Januar 2012

Das neue Jahr

Zunächst wünsche ich allen Lesern ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2012.

Als ich diesen Newsletter schrieb standen wir bereits an der Schwelle zum neuen Jahr. Das hinter uns liegende Jahr ist verflogen. Viele Leute "beschweren" sich, dass die Zeit immer schneller vorbei geht. Etwas, das ich in den vergangenen Monaten selbst verspürt habe. Die letzten Monate waren wieder geprägt von Vorträgen, Ausstellungen und Foren. Während dieser Zusammentreffen mit Züchtern stellte ich fest, dass es genug Leute gibt, die eine andere Auslegung der "Natürlichen Begleitung" im Taubensport haben. Die Taubenzüchter, die unsere Klinik besuchen kennen in der Regel meine Philosophie und wissen wie ich diese auslege. Auf den Messen gibt es viele Züchter, die nach der exakten Führung der Tauben fragen. Dann merke ich plötzlich selbst, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat, aber es trotzdem noch viel Unsicherheit bleibt. Viele glauben, dass ich nur rein natürliche Produkte verwende, um die Tauben gesund zu erhalten. Das ist nicht der Fall. Ich verwende jeden Tag Medikamente wenn die Tauben wirklich krank sind. Richtig ist, dass ich versuche den Einsatz von Medikamenten zu begrenzen. Ich glaube, dass die Verwendung von Medikamenten außerhalb der Reisesaison kaum nötig ist.

Wichtig dabei ist auch zu differenzieren, welches Gesamtsystem der Züchter bevorzugt. Bei  Langstreckenflügen ist es durchaus möglich, gute Ergebnisse mit wenig Medikamente zu erzielen. Bei den Programmspielern ist dies  (noch) nicht möglich. Doch auch hier sind noch Möglichkeiten der Umsetzung. Auch bei den Jungtauben ist in dieser Hinsicht noch viel möglich. Man muss nur vorwärts schauen.

Es ist natürlich klar, dass wir froh sein müssen, kranke Tauben mit Antibiotika behandeln zu können, um den Tauben die Möglichkeit der Genesung zu geben. Natürlich erfordern solche Fälle ein angemessenes und entschlossenes Handeln. Es ist jedoch auch ratsam zu prüfen, ob der Ausbruch einer Infektion nicht aufgrund der schlechten Abwehrkräfte der Taube erfolgte. Eine schlechte Abwehr macht die Tauben anfälliger für Infektionen aller Art.

Wenn wir Tierärzte unsere Behandlungen mit Antibiotika alleine auf das Prinzip "Hoffnung" basieren, liegen wir falsch. Wir können so fast darauf wetten, dass wir den Züchter in kürzester Zeit wiedersehen, um die Heilung einer neuen (anderen?) Infektion zu bekämpfen. Das Versäumnis, den guten Rat zu geben, die Abwehrkräfte zu verbessern, um ein Wiederauftreten einer Krankheit zu verhindern, ist zu vermeiden.

Aber was würde gesagt werden, wenn im Falle eines Krankheitsausbruches nicht nur eine  wirksame Behandlung gefordert ist sondern auch, dass die Wiederholung vermieden werden sollte. Was letzteres betrifft, so gibt es Möglichkeiten auf der natürlichen Ebene (Natürliche Unterstützung in Kombination mit tierzüchterischen Maßnahmen). In der Praxis ist es durchaus möglich, die Tauben dabei zu unterstützen, dass sie weniger anfällig für Infektionen sind. Auf diese Weise wird es möglich, auf Sicht besser zu selektieren. Tatsächlich werden dann die chronisch "schwachen Brüder"  nicht ständig mit Medikamenten hoch gehalten. Auf diese Weise wird der Infektionsdruck auf dem Schlag reduziert. Der Ausbruch von Krankheiten nimmt so ab. Daher wird auch die Notwendigkeit, Antibiotika einzusetzen, geringer.

"Die beste Medizin ist die gute Selektion"

Es geht allerdings heute auch nicht mehr nur mit Futter und Wasser, um gute Leistungen zu erzielen. Der Taubensport ist zum „Topsport" geworden. Zu viel dem Zufall zu überlassen ist eine sichere Garantie für Misserfolge. Natürlich braucht man gute Tauben, selbst muss man ein guter Liebhaber sein, der mit offenen Augen durch den Tag geht.

Im Winter werden die Preise für die nächste Saison gemacht. Aber auch während der Wettflugsaison sollte man seinen Verstand gebrauchen.

Die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln kann sinnvoll sein. Es hat sich bewiesen. Aber es ist nur dann sinnvoll, wenn dies durch gründliches Training und konsequentes Handeln begleitet wird.

Das Weglassen dieser Massnahmen war für mich immer der Grund, keine allgemeingültigen Reisepläne zu nennen. Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass jeder Schlag unterschiedlich ist und eine differenzierte Betrachtung erfordert. Jetzt bin ich von dieser Meinung abgewichen. Dies liegt an zwei Überlegungen. Erstens kann jeder seine Leistung durch Training beeinflussen. Zweitens muss nicht an jedem Tag das Trinkwasser eine andere Farbe haben.

In den kommenden Newslettern werde ich auf die häufigsten Tauben-Krankheiten zu sprechen kommen, jedoch mit Schwerpunkt auf die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen.

Im Vorgriff darauf hier eine Übersicht über die verschiedenen Infektionsgruppen:

  1. Bakterielle Infektionen (z.B. Paratyphus, Streptokokken)
  2. Virale Erkrankungen (z.B. Paramyxo, Herpes)
  3. Protozoa Erkrankungen (z.B. Coccidiose, Trichomonaden)
  4. Ektoparasiten ( z.B. Leuse, Mücken)
  5. Endoparasiten (z.B. Spulwürmer, Haarwürmer)

Es mag vielleicht unnötig erscheinen, diese Differenzierung zu machen, aber es glauben heute noch  Züchter, dass man virale Infektionen mit Antibiotika bekämpfen könnte. Dies ist ein großer Irrtum, dem wir regelmäßig begegnen. Nur die sekundären, bakteriellen Infektionen können mit Antibiotika behandelt werden, die Viren selbst jedoch nicht.

Es ist auch eine Tatsache, dass für die Behandlung von Protozoen-Infektionen, wie Trichomonaden, nur eine begrenzte Anzahl von Medikamenten zur Verfügung steht. Diese gehören auch alle zur gleichen Kategorie (Imidazolverbindungen), sodass Resistenzen gegen ein Medikament bald zu Resistenzen auch bei den anderen führen kann. Im Falle einer Trichomonadeninfektion wird es daher immer wichtiger, konsequent zu behandeln und keine zu kurzen und nicht erfolgreiche Behandlungen durchzuführen.

Viel Erfolg

Peter Boskamp


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