Newsbrief Taube Januar 2012

Das neue Jahr

Zunächst wünsche ich allen Lesern ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2012.

Als ich diesen Newsletter schrieb standen wir bereits an der Schwelle zum neuen Jahr. Das hinter uns liegende Jahr ist verflogen. Viele Leute "beschweren" sich, dass die Zeit immer schneller vorbei geht. Etwas, das ich in den vergangenen Monaten selbst verspürt habe. Die letzten Monate waren wieder geprägt von Vorträgen, Ausstellungen und Foren. Während dieser Zusammentreffen mit Züchtern stellte ich fest, dass es genug Leute gibt, die eine andere Auslegung der "Natürlichen Begleitung" im Taubensport haben. Die Taubenzüchter, die unsere Klinik besuchen kennen in der Regel meine Philosophie und wissen wie ich diese auslege. Auf den Messen gibt es viele Züchter, die nach der exakten Führung der Tauben fragen. Dann merke ich plötzlich selbst, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat, aber es trotzdem noch viel Unsicherheit bleibt. Viele glauben, dass ich nur rein natürliche Produkte verwende, um die Tauben gesund zu erhalten. Das ist nicht der Fall. Ich verwende jeden Tag Medikamente wenn die Tauben wirklich krank sind. Richtig ist, dass ich versuche den Einsatz von Medikamenten zu begrenzen. Ich glaube, dass die Verwendung von Medikamenten außerhalb der Reisesaison kaum nötig ist.

Wichtig dabei ist auch zu differenzieren, welches Gesamtsystem der Züchter bevorzugt. Bei  Langstreckenflügen ist es durchaus möglich, gute Ergebnisse mit wenig Medikamente zu erzielen. Bei den Programmspielern ist dies  (noch) nicht möglich. Doch auch hier sind noch Möglichkeiten der Umsetzung. Auch bei den Jungtauben ist in dieser Hinsicht noch viel möglich. Man muss nur vorwärts schauen.

Es ist natürlich klar, dass wir froh sein müssen, kranke Tauben mit Antibiotika behandeln zu können, um den Tauben die Möglichkeit der Genesung zu geben. Natürlich erfordern solche Fälle ein angemessenes und entschlossenes Handeln. Es ist jedoch auch ratsam zu prüfen, ob der Ausbruch einer Infektion nicht aufgrund der schlechten Abwehrkräfte der Taube erfolgte. Eine schlechte Abwehr macht die Tauben anfälliger für Infektionen aller Art.

Wenn wir Tierärzte unsere Behandlungen mit Antibiotika alleine auf das Prinzip "Hoffnung" basieren, liegen wir falsch. Wir können so fast darauf wetten, dass wir den Züchter in kürzester Zeit wiedersehen, um die Heilung einer neuen (anderen?) Infektion zu bekämpfen. Das Versäumnis, den guten Rat zu geben, die Abwehrkräfte zu verbessern, um ein Wiederauftreten einer Krankheit zu verhindern, ist zu vermeiden.

Aber was würde gesagt werden, wenn im Falle eines Krankheitsausbruches nicht nur eine  wirksame Behandlung gefordert ist sondern auch, dass die Wiederholung vermieden werden sollte. Was letzteres betrifft, so gibt es Möglichkeiten auf der natürlichen Ebene (Natürliche Unterstützung in Kombination mit tierzüchterischen Maßnahmen). In der Praxis ist es durchaus möglich, die Tauben dabei zu unterstützen, dass sie weniger anfällig für Infektionen sind. Auf diese Weise wird es möglich, auf Sicht besser zu selektieren. Tatsächlich werden dann die chronisch "schwachen Brüder"  nicht ständig mit Medikamenten hoch gehalten. Auf diese Weise wird der Infektionsdruck auf dem Schlag reduziert. Der Ausbruch von Krankheiten nimmt so ab. Daher wird auch die Notwendigkeit, Antibiotika einzusetzen, geringer.

"Die beste Medizin ist die gute Selektion"

Es geht allerdings heute auch nicht mehr nur mit Futter und Wasser, um gute Leistungen zu erzielen. Der Taubensport ist zum „Topsport" geworden. Zu viel dem Zufall zu überlassen ist eine sichere Garantie für Misserfolge. Natürlich braucht man gute Tauben, selbst muss man ein guter Liebhaber sein, der mit offenen Augen durch den Tag geht.

Im Winter werden die Preise für die nächste Saison gemacht. Aber auch während der Wettflugsaison sollte man seinen Verstand gebrauchen.

Die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln kann sinnvoll sein. Es hat sich bewiesen. Aber es ist nur dann sinnvoll, wenn dies durch gründliches Training und konsequentes Handeln begleitet wird.

Das Weglassen dieser Massnahmen war für mich immer der Grund, keine allgemeingültigen Reisepläne zu nennen. Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass jeder Schlag unterschiedlich ist und eine differenzierte Betrachtung erfordert. Jetzt bin ich von dieser Meinung abgewichen. Dies liegt an zwei Überlegungen. Erstens kann jeder seine Leistung durch Training beeinflussen. Zweitens muss nicht an jedem Tag das Trinkwasser eine andere Farbe haben.

In den kommenden Newslettern werde ich auf die häufigsten Tauben-Krankheiten zu sprechen kommen, jedoch mit Schwerpunkt auf die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen.

Im Vorgriff darauf hier eine Übersicht über die verschiedenen Infektionsgruppen:

  1. Bakterielle Infektionen (z.B. Paratyphus, Streptokokken)
  2. Virale Erkrankungen (z.B. Paramyxo, Herpes)
  3. Protozoa Erkrankungen (z.B. Coccidiose, Trichomonaden)
  4. Ektoparasiten ( z.B. Leuse, Mücken)
  5. Endoparasiten (z.B. Spulwürmer, Haarwürmer)

Es mag vielleicht unnötig erscheinen, diese Differenzierung zu machen, aber es glauben heute noch  Züchter, dass man virale Infektionen mit Antibiotika bekämpfen könnte. Dies ist ein großer Irrtum, dem wir regelmäßig begegnen. Nur die sekundären, bakteriellen Infektionen können mit Antibiotika behandelt werden, die Viren selbst jedoch nicht.

Es ist auch eine Tatsache, dass für die Behandlung von Protozoen-Infektionen, wie Trichomonaden, nur eine begrenzte Anzahl von Medikamenten zur Verfügung steht. Diese gehören auch alle zur gleichen Kategorie (Imidazolverbindungen), sodass Resistenzen gegen ein Medikament bald zu Resistenzen auch bei den anderen führen kann. Im Falle einer Trichomonadeninfektion wird es daher immer wichtiger, konsequent zu behandeln und keine zu kurzen und nicht erfolgreiche Behandlungen durchzuführen.

Viel Erfolg

Peter Boskamp



 

Wat maar gezegd wil zijn is dat in geval van ziekte doeltreffend en krachtig ingegrepen dient te worden, maar dat daarnaast herhaling voorkomen dient te worden. En wat dat laatste betreft zijn er mogelijkheden op het natuurlijke vlak (Natuurlijke ondersteuning in combinatie met zoötechnische maatregelen). De praktijk leert dat het mogelijk is de duiven zodanig te ondersteunen dat ze minder bevattelijk worden voor infecties. Op deze manier wordt het ook mogelijk op termijn beter te selecteren. Immers de chronisch zwakke broeders worden op die manier niet voortdurend aan de praat gehouden met medicatie. Op die manier kan ook de infectiedruk op het hok dalen. De ziekte-uitbraken nemen zo af. Daardoor wordt de behoefte aan antibiotische middelen kleiner.

"Het beste ‘geneesmiddel' is en blijft selectie"

Het is ook niet meer van deze tijd op louter voer en water te willen presteren. De duivensport is topsport geworden. Te veel aan het toeval over willen laten is een zekere garantie voor luchtstaren. Vanzelfsprekend moet men op de eerste plaatsgoede duiven hebben, men moet een goede liefhebber zijn die zijn ogen gebruikt, consequent is en zijn luimen niet naar de waan van de dag laat hangen. In de winter worden de prijzen van het volgende seizoen behaald. Maar ook tijdens het vliegseizoen is verstand gebruiken van groot belang. Voedingssupplementen verstrekken kan zijn nut hebben. Dat is bewezen. Maar het heeft alleen nut als men het geven van supplementen koppelt aan een gedegen trainingsprogramma voor de duiven en consequent handelen.

Het achterwege laten van dat laatste is voor mij altijd een van de redenen geweest om geen schema's te maken voor het vliegseizoen. Ik blijf van mening dat ieder hok anders is en dat eenheidsworsten niet bestaan. Dat ik nu toch overstag ben gegaan en een richtsnoer ben gaan opstellen voor het vliegseizoen hinkt op twee gedachten. Enerzijds kan een ieder zijn voordeel er mee doen als men daarbij een gedegen trainingsopbouw niet achterwege laat. Anderzijds is zo inzichtelijk te maken dat men echt niet iedere dag het water hoeft te ‘kleuren'.

In de komende tijd zal ik in de nieuwsbrieven de in de duivensport veel voorkomende ziekten de revue laten passeren waarbij aandacht zal worden besteed aan de nieuwste inzichten en ontwikkelingen.

Vooruitlopend op de komende nieuwsbrieven is het misschien goed om een overzicht te geven van de verschillende groepen van infecties die de duiven kunnen belasten.

  1. Bacteriële infecties (bijv. Paratyfus, Streptokokken)
  2. Virale aandoeningen (bijv. Paramyxo, Herpes)
  3. Protozoaire aandoeningen (bijv. Coccidiose en Trichomoniasis)
  4. Ectoparasieten ( bijv. luizen en mijten)
  5. Endoparasieten (bijv. spoelwormen en lintwormen)

Het lijkt misschien overbodig deze verdeling te maken maar menigeen verkeert in de overtuiging dat men met antibiotica ook virusinfecties kan bestrijden. Dit is een grote misvatting waar we geregeld tegenaan lopen. Alleen de bijkomstige bacterie-infecties bij virussen kan men met antibiotica bestrijden de virussen zelf dus niet.

Verder is het een gegeven dat voor de bestrijding van protozoaire infecties als het Geel slechts een beperkt aantal medicijnen beschikbaar is. Deze behoren verder ook nog eens allemaal tot dezelfde categorie (Imidazolverbindingen) zodat resistentie tegen het ene middel al snel leidt tot resistentie tegen de andere middelen. In geval van een geelbesmetting wordt het dan ook steeds belangrijker

De infecties grondig aan te pakken en niet de toevlucht te zoeken tot korte, nietszeggende kuurtjes.


Succes

Peter Boskamp